Text von Indymedia: Link
Für den 1. Mai 2010 rufen verschiedene rechtsradikale Gruppierungen, maßgeblich das „Freie Netz Süd“ und der „Freie Widerstand Süddeutschland“ unter dem Label „Nationales und
soziales Aktionsbündnis 1. Mai“ zu einer Demonstration in Schweinfurt auf. Dies soll der größte rechtsradikale Aufmarsch an diesem Tag in Süddeutschland werden. In diesem Rahmen wollen sie ihre Vorstellungen von einem „nationalen Arbeiterkampftag“ und „Tag der
deutschen Arbeit“ auf die Straße tragen.
Schweinfurt blickt in dieser Hinsicht auf eine nicht unbedeutende Tradition zurück. Sowohl ideologisch als auch – im Rahmen der Rüstungsproduktion – wirtschaftlich spielte Schweinfurt im Dritten Reich eine maßgebliche Rolle.
Im krassen Gegensatz zu diesen historischen Fakten wollen die Neonazis sich im Rahmen des „deutschem Arbeiterkampftag“ am 1. Mai als antikapitalistisch und pazifistisch profilieren.
Tatsächlich ist der 1. Mai traditionell alles andere als national und die Neonazis alles andere als fortschrittliche, antikapitalistische VertreterInnen von Interessen der
ArbeiterInnen.
Der 1. Mai nimmt seinen Ursprung in den USA des späten 19. Jahrhunderts. Seit den
Massenunruhen, die sich 1886 aus den straßenkampfähnlichen Ereignissen in Chigago über die ganzen USA und international ausbreiteten, entwickelte und hält sich die Tradition des 1. Mai als internationalem „Arbeiterkampftag“.
Daran anknüpfend stellt der 1. Mai für uns ein Symbol des Kampfes gegen den Kapitalismus und für das Eintreten für eine freie und gerechte Gesellschaft dar, in der die
Produktionsmittel in den Händen aller sind und in der für die Bedürfnisse der Menschen
produziert wird. Daher gehen wir am 1. Mai nicht nur gegen Nazis, sondern auch gegen die politischen und ökonomischen Zustände der kapitalistischen Gesellschaft auf die Straße.
Neben der Bekämpfung des Faschismus treten wir für Emanzipation und für ein
selbstbestimmtes Leben ein. Diesen Vorstellungen stehen die Ideologien der FaschistInnen absolut entgegen.
Um den Nazis am 1. Mai nicht ungestört die Straße zu überlassen, hat sich in Schweinfurt ein breites Bündnis gegründet. Da aus unserer Sicht eine tatsächliche Verhinderung des
Aufmarschs unabdingbar ist, arbeiten wir mit diesem Bündnis zusammen. Zu erwarten, dass eine solche Verhinderung in der unterfränkischen Provinz ohne breite Unterstützung in der
Bevölkerung möglich sei, wäre naiv und realitätsfern.
Von der Zusammenarbeit erhoffen wir uns außerdem die Möglichkeit, den BürgerInnen unsere Standpunkte näher zu bringen. Die Vermittlung von eigenen Inhalten und konstruktiver
Kritik scheint uns auf der Basis eines gemeinsamen Agierens weit sinnvoller, als durch reine Abschottung und elitäres und überhebliches Gebaren.
In Anlehnung an erfolgreiche Aktionen wie jüngst in Dresden, Jena oder Köln wollen wir effektiv und kraftvoll agieren.
Wir rufen euch auf, am 1. Mai nach Schweinfurt zu kommen und mit uns aktiv zu werden!
Antifaschistisches Bündnis 1. Mai, März 2010
Antifaschistisches Bündnis 1. Mai
Wichtige Links:
Am 8.März ist Internationaler Weltfrauenkampftag und der bundesweite Antifa-Teheran-Aktionstag.
Zu diesem Anlass gibt es auch in Reutlingen eine Veranstaltung.
Kundgebung
Am 8.03.2010
um 18 Uhr
auf dem Marktplatz in Reutlingen

Antifa Teheran
E-Mail: antifa_reutlingen@riseup.net
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Der geplante braune Umzug durch die Dresdner Neustadt wurde erfolgreich blockiert!
Das verdanken wir vorallem den Antifaschistinnen und Antifaschisten aus ganz Deutschland und auch internationalen Gruppen!
Bilanz des Tages:
Viele kaputte Nazibusse und ein paar wenige kaputte Antifa Busse.
Viele kaputte Nazis und ein paar kaputte Antifas.
Neonazis konnten keinen cm laufen.
Die Polizei versuchte gar nicht erst die Hauptblockade aufzulösen, da es angesichts der Anzahl von Gegendemonstranten völlig sinnlos gewesen wäre.
Es gab am Ende der Blockade noch wilkürliche Verhaftungen und einzelne Übergriffe von Polizisten auf Linke, im großen und ganzen wurde aber die Polizei und die Nazis gesmashed.
EA: 0351 / 89 960 456
Infotelefon: 01801 / 0121323585 (Ortstarif)
Das Aktionsradio informiert am Freitag und Samstag FM 98.4 oder FM 99.3 MHz. Also Kopfhörer fürs handyradio mitnehmen!
Entschlossen entgegenstellen – gemeinsam blockieren!
Am Ort der Geschichte
Wir rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten dazu auf, am 13. Februar dem Naziaufmarsch in Dresden entschlossen entgegenzutreten und ihn gemeinsam zu blockieren!
In dem bundesweiten Bündnis No pasarán! haben sich verschiedene linke und antifaschistische Gruppen zusammengeschlossen, um dem jährlich stattfindenden Nazigroßaufmarsch endlich ein Ende zu bereiten.
Seit der Jahrtausendwende marschieren Alt- und Neonazis zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg durch die Stadt. In den letzten Jahren hat sich der Aufmarsch zur größten regelmäßigen Neonaziveranstaltung Europas entwickelt. Bei dem Aufmarsch der NPD und der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) finden sich alljährlich die verschiedenen Spektren der extremen Rechten zusammen, internationale Delegationen geben ihm eine über Deutschland hinaus gehende Bedeutung. In der gemeinsam zelebrierten Trauer verschwinden für einen Tag alle szeneinternen Streitigkeiten.
Bei dem Aufmarsch geht es den Neonazis nicht etwa um Repräsentanten des NS-Regimes oder um die Toten von Wehrmacht und Waffen-SS, sondern um ein konstruiertes Kollektiv unschuldiger deutscher Opfer. Der Bezug auf den Nationalsozialismus verläuft dadurch mehr oder weniger indirekt: Der Angriff auf Dresden sei ein Angriff auf das „deutsche Volk“ gewesen und damit gleichzeitig auf das „wahre Deutschland“, welches wiederum gleichbedeutend ist mit dem Nationalsozialismus. Im gedachten nationalsozialistischen Kollektiv von damals bis heute werden die Toten für die Neonazis zu „ihren“ Toten, sie werden zu Stellvertreterinnen und Stellvertretern des nationalsozialistischen Systems. In ihnen sehen Neonazis das Subjekt ihrer Trauer um das zerschlagene „Dritte Reich“.
Gleichzeitig gelingt mit dem Bezug auf die Bombardierung eine Feindkonstruktion nach Außen. Die Alliierten werden dargestellt als verbrecherische Siegermächte, die zum einen den Nationalsozialismus heimtückisch zu Fall gebracht hätten und zum anderen daran anschließend Deutschland das „BRD-Lügensystem“ oktroyiert hätten. Dadurch erhält der Mythos Dresden aus neonazistischer Sicht eine ungebrochene Aktualität.
Genau deshalb reicht es nicht, einfach den Kopf zu schütteln über die „ewig Gestrigen“. Der Bezug auf die Vergangenheit ist aktuell politisch relevant und wichtig für die Identitätsbildung der Nazis. Umso wichtiger, ihnen am 13. Februar einen Strich durch die Rechnung zu machen!
Alte Mythen, neuer Aufguss
Als Mythos hält sich die Geschichte von der Bombardierung Dresdens hartnäckig. Obgleich er im Laufe der Jahre verschiedene Wandlungen durchgemacht hat, war seine jeweilige Deutung stets eine politische. So diente die Bombardierung teilweise auch im bürgerlichen Lager der Relativierung der deutschen Kriegsschuld und dem Aufbau eines deutschen Opferbildes.
Kern des Mythos ist die Legende von der „unschuldigen“, „einzigartigen“ Stadt, die „aus heiterem Himmel“ Opfer einer „einzigartigen“ Katastrophe durch alliierte Bomber wurde. In den letzten Jahren wurde der Mythos des „alten Dresdens“ als einzigartige Kulturstadt jedoch zur Marke Dresden umgebaut. Um das neue „Elbflorenz“ für TouristInnen und StadtvermarkterInnen attraktiver zu gestalten, wurde dem Image ein neues Element hinzugefügt. Neben dem Bild des Mythos vom alten Dresden trat nun der Wiederaufbau der Frauenkirche und damit die Inszenierung der Versöhnung.
Auch wenn sich der Umgang mit der Bombardierung in den letzten Jahren verändert hat: Es ist kein Zufall, dass Neonazis jedes Jahr ausgerechnet in Dresden aufmarschieren. Dresden war nicht die einzige Stadt, die von Luftangriffen betroffen war. Doch hier können Neonazis in besonderer Art und Weise politischen Profit aus dem seit Jahrzehnten gewachsenen internationalen Symbol und den darin gepflegten Mythen ziehen.
Über die Normalisierung nach Innen …
Nach der sogenannten Wiedervereinigung verstärkte sich die Suche nach vermeintlicher Normalität, zu der auch die Wiederentdeckung als Opfer der Geschichte gehörte. Bücher wie „Der Brand“ oder „Im Krebsgang“ prägten einen gesellschaftlichen Diskurs, der in Guido Knopps Fernsehdokumentationen über das „Leid der Deutschen“ seine breitenwirksame Inszenierung fand.
Heute geht es in geschichtspolitischen Debatten vornehmlich um eine zeitgemäßere Interpretation der deutschen Vergangenheit. Dabei wird die deutsche Schuld sehr wohl eingeräumt, gleichzeitig jedoch auf eine gesamteuropäische Verantwortung verwiesen. In einem europäischen Jahrhundert von Krieg, Gewaltherrschaft und Vertreibung gehe es darum, die Vergangenheit gemeinsam zu bewältigen. Initiativen wie das „Zentrum gegen Vertreibungen“ versuchen uns weiszumachen, dass in Leid und Schmerz schließlich alle gleich seien. Die Erkenntnis, dass alles irgendwie ganz schlimm war, vernachlässigt die politisch-historischen Zusammenhänge und dient einem geschichtspolitischen Normalisierungsprozess, in dem die besondere historische Rolle Deutschlands verwischt wird. Das Besondere des Nationalsozialismus und der Shoa verschwindet in einem sogenannten Europa der Diktaturen.
… über den Extremismus …
Was geschichtspolitisch in der Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Sozialismus verhandelt wird, findet seine Parallele in der aktuellen Extremismuskonzeption. So sollen die seit 2001 vom Bund geförderten Programme gegen Rechtsextremismus laut schwarz-gelbem Koalitionsvertrag in „Extremismusbekämpfungsprogramme“ umgewandelt werden. Bekämpft werden soll demnach sowohl rechter als auch linker „Extremismus“. Aussteigerprogramme bezüglich Rechtsextremismus sollen zu „Aussteigerprogrammen Extremismus“ werden, der Fonds für Opfer rechtsextremer Gewalt zu einem Fond für Opfer des Extremismus. Es ist eine absolute Frechheit und entbehrt jeglicher Grundlage, Linke, die tagtäglich gegen Rassismus und Neonazismus kämpfen, mit Neonazis auf eine Stufe zu stellen!
Auch in Bezug auf den Naziaufmarsch im Februar fällt der offiziellen Seite nichts Besseres ein, als die Totalitarismuskeule zu schwingen: In einem Entwurf für das neue sächsische Versammlungsgesetz geht es CDU und FDP darum, „Extremisten in Sachsen deutliche Grenzen zu setzen“. Geht es nach ihnen, sollen solche Versammlungen verboten werden können, die sich auf die „nationalsozialistische oder kommunistische Gewaltherrschaft“ beziehen.
Wir lassen uns von solchen Drohungen nicht einschüchtern. Wir werden uns weiterhin Neonazis in den Weg stellen, sei es in Dresden oder anderswo. Wir werden auch weiterhin linke Gesellschaftskritik üben. Und wir werden weiterhin sagen, dass hier gewaltig etwas schief läuft!
… hin zur Normalisierung nach Außen?
Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus – diese Konsequenz von AntifaschistInnen aus der deutschen Vergangenheit erhält mit Blick auf die bundesdeutsche Realität einen besonders bitteren Beigeschmack. Seit über zehn Jahren kämpfen deutsche Soldaten nun schon wieder im Ausland für deutsche Interessen. Nach anfänglichen Verschleierungsversuchen mit dem Reden von „humanitären Einsätzen“, hat man sich in Jargon und Habitus angepasst: Es gibt sie wieder, die „gefallenen Soldaten“, Tapferkeitsmedaillen werden verliehen und Ehrenmäler errichtet. Deutschland führt wieder Krieg. PolitikerInnen von den Grünen bis zur CDU sagen ja zum Krieg in Afghanistan. Von der „Verteidigung deutscher Werte“ bis hin zum „…gerade wegen Auschwitz“ zeigen sich die Begründungen hierfür besonders facettenreich.
Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus – daran hat sich für uns bis heute nichts geändert. Es ist blanker Hohn, dass der „Kampf für das Menschenrecht“ ausgerechnet mit der deutschen Vergangenheit gerechtfertigt wird. Die Lehre aus dem Nationalsozialismus kann und darf nur sein: Wir müssen alles dafür tun, dass Deutschland nie wieder Krieg führt!
„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung.
Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“
Auch 65 Jahre nach Kriegsende hat der Schwur der Überlebenden von Buchenwald für uns nichts an Richtigkeit verloren. Genau deshalb müssen wir den Nazis auch am 13. Februar in Dresden in aller Entschlossenheit entgegentreten. Unser Gedenken richtet sich jedoch nicht auf den 13. Februar. Die Bombardierung deutscher Städte durch die Alliierten war Folge von nationalsozialistischer Gewaltherrschaft und deutschem Vernichtungskrieg. Deswegen gedenken wir zum Beispiel am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz, der Opfer des Nationalsozialismus. Darüber hinaus jährt sich am 8. Mai 2010 die Befreiung vom Nationalsozialismus zum 65. Mal. Diese Daten sind mehr als bloße historische Ereignisse. Hier besteht eine der letzten Möglichkeiten, mit Überlebenden des Nationalsozialismus, mit aktiven GegnerInnen und WiderstandskämpferInnen zusammenzukommen. Der Kampf gegen den Faschismus ist nicht abgewickelt, der Nationalsozialismus nicht zu Ende aufgearbeitet, als dass die Lehre aus der Vergangenheit nun einem neuen deutschen Selbstbewusstsein dienen könne. Die Verantwortung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus mahnt uns zum Widerstand gegen Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Militarismus.
Wir wissen, dass wir rechte Propaganda nur stoppen können, wenn wir eine die gesamte Gesellschaft durchdringende, offene Auseinandersetzung über die zu Grunde liegenden Werte und Ideologien führen. Wir wissen aber auch, dass wir uns erfolgreich den Nazis entgegenstellen können, wenn wir dies gemeinsam tun.
Gemeinsam blockieren!
In den vergangenen Jahren hat es immer Proteste gegen den Naziaufmarsch in Dresden gegeben. Trotzdem konnte es bislang nicht gelingen, dem Naziaufmarsch wirksam etwas entgegen zu setzen. Im letzten Jahr beteiligten sich 4000 AntifaschistInnen an einer Demonstration unter dem Motto „No pasarán!“. Doch auch hier zeigte sich, dass Polizei und Ordnungsbehörde alles daran setzen, linken antifaschistischen Protest zu verhindern und abzudrängen.
Dem setzen wir 2010 unseren vielfältigen Widerstand entgegen. Es ist gerade eine solche Vielfalt an Aktionsformen – nicht gegen-, sondern miteinander –, die gegen den Aufmarsch etwas ausrichten kann. Dafür brauchen wir ein starkes breites Bündnis all derer, die mit uns zusammen den Naziaufmarsch in Dresden blockieren!
Dem Naziaufmarsch am 13. Februar
entschlossen entgegentreten – gemeinsam blockieren!
No pasarán – sie kommen nicht durch!
Für das bundesweite antifaschistische Bündnis NoPasarán!:
* AK Antifa Dresden
* Antifa Cottbus
* Antifaschistische Linke Berlin (ALB)
* Avanti – Projekt undogmatische Linke
* Für eine linke Strömung (FelS)
Unterstützer_innen (Stand 29.01.2010):
• 762-ANTIFA (Uni Hannover)
• ADGH – Demokratische Jugendbewegung in Europa, Köln, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt am Main
• AG Aktiv gegen Rechts c/o Bündnis 90/Die Grünen Berlin
• AKKU – Antifaschistische Koordination Köln & Umland
• Aktion Schwarz Rot (ASR) Sulzbach-Rosenberg
• Aktionsbündnis Courage (ABC), Pößneck
• Aktionsbündnis gegen den Coburger Convent
• Aktionsbündnis gegen Rechts Jena
• Aktionsgruppe Schwarze Taube (AgST)
• Antifa Ahlen
• Antifa Ahrweiler, Ahrweiler
• Antifa Allgäu
• Antifa Bonn/Rheinsieg
• Antifa Coburg
• Antifa Innsbruck
• Antifa Jugend Plauen
• Antifa Lausitz
• Antifa Mansfeld-Südharz
• Antifa Nordwestmecklenburg
• Antifa Ravensburg
• Antifa Syke
• Antifa Wartburgkreis
• Antifa Wipperfürth
• Antifa Winsen & Umgebung (AW&U)
• Antifagruppe Schweinfurt
• Antifa-KOK Düsseldorf/Neuss
• Antifaschistische Aktion (Aufbau) , Stuttgart
• Antifaschistische Aktion Düren
• Antifaschistische Aktion Eichsfeld
• Antifaschistische Aktion Görlitz
• Antifaschistische Aktion Hamburg
• Antifaschistische Aktion LEVerkusen – [AALEV], Leverkusen
• Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen
• Antifaschistische Aktion Nordhausen [AANDH]
• Antifaschistische Aktion Passau [aapa]
• Antifaschistische Aktion Spremberg
• Antifaschistisches Aktionsbündnis Baden-Württemberg (AABW)
• Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg (AAB)
• Antifaschistische Initiative Höxter [A.F.I]
• Antifaschistische Linke Freiburg (ALFR)
• Antifaschistische Linke Fürth (ALF)
• Antifaschistische Linke International >A.L.I.< • Antifaschistische Presse und Recherche Nordhausen [aPuRNDH]
• Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin [arab]
• Antifaschistisches Aktionskollektiv Straubing
• Antifaschistisches Büchertischprojekt Counter-Information Köln
• Antifaschistisches Kollektiv Bühl
• Antifaschistisches Aktionskollektiv Straubing
• Antifaschistisches Soziales Forum - Antifasozialbetrug
• Antinationale Antifa Dortmund
• AStA der ASH Berlin, Berlin
• Autonom Anarchistische Allianz (A2A) (OG: Heidenheim an der Brenz, Ulm/Neu-Ulm, Augbsurg, Koblenz)
• Autonomal Versand (Zittau)
• Autonome Antifa König-Wusterhausen (AAKW)
• Autonome Antifa Remscheid
• Autonome Antifa Rheine
• Autonome Antifa Rochlitz-Geringswalde-Burgstädt [aargb]
• Autonome Antifa Süd West Berlin
• Autonome Antifa Weilheim (oberbayern)
• [autonome] antifaschistische linke potsdam, Potsdam
• Autonome Jugend Antifa Hagen
• Autonome Jugendantifa Nürnberg (AJA)
• Autonome Linke Magdeburg A.L.M.
• Autonome Linke Vorderpfalz, Vorderpfalz
• Autonomes Leben in Brandenburg Havel (alibrah)
• Bildungsstreik Bonn
• Bonner Jugendbewegung, Bonn
• Bund Deutscher PfadfinderInnen (Bundesverband)
• Bündnis "Kultusminister nachsitzen!", Bundesweit (Bonn)
• Bündnis Dortmund stellt sich quer
• CArA (Coburger Aktionsbündnis gegen rechtsradikale Aktivitäten)
• Defekt Antifa Osterburg
• Emanzipatorische Aktion Münster - Lotta Antifascista
• Emanzipatorischer Progress Mittleres Erzgebirge
• FAU Dresden
• FAU Hannover
• FAU Leipzig
• Feine Sahne Fischfilet(Antifascist Action Punk)
• Friedensweg e.V.
• Friedenszenrum Leipzig e.V.
• Fire and Flames Music and Clothing (Versand)
• FreiraumTanz Infoportal Bochum
• FuFFa, Wassertrüdingen
• GEW Hamburg
• Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. Marburg
• Gruppe: Liberte Sabotage, SüD-Deutschland
• Gruppe Undefined - Ludwigsburg
• Infocafé Dresden (im AZ Conni)
• Infoladen N.m.K. (Nägel mit Köpfen - Karlsruhe)
• Initiative_Neuruppiner_ Antifaschisten_innen
• IpaR - Infoportal für antifaschistische Kultur und Politik aus Rostock
• Jugend Antifa Göttingen [J.A.G.], Göttingen
• Jugendantifa Nord-Ost Berlin [JANO]
• junge antifaschistische Initiative Lüneburg - [j.a.I.L.]
• Junge Gemeinde Stadtmitte Jena
• junge GEW Berlin
• KoKont Jena
• Kritik & Aktion: Linke Gruppe Düsseldorf
• LAG Antifaschistische Politik der LINKEN Sachsen
• libertär-sozialistische gruppe, Bensheim
• Linksjugend ['solid] Bremerhaven
• Linksjugend ['solid] Bundesverband
• Linksjugend [´solid] Hannover
• Linksjugend ['solid] Hessen
• Linksjugend ['solid] Niedersachsen
• Linksjugend ['solid] Thüringen
• Mailorder Black Mosquito Flensburg
• Mailorder Disgusted Youth
• Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus, München
• Nextsteffi Karlsruhe
• Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP), Hamburg
• Radikale Linke Nürnberg (RL)
• red and anarchist skinheads [RASH] 100er Crew
• Red and Anarchist Skinheads Berlin-Brandenburg
• Redaktion der Zeitschrift Rotdorn
• Revolutionär-Anarchistischer Widerstand Windeck (RAW)
• Revolutionäre Linke Heilbronn, Heilbronn
• Revolutionär Sozialistische Organisation, Berlin
• Saalfelder Jugend- und Wahlkreisbüro Haskala der LINKEN-Landtagsabgeordneten Katharina König
•
• SENG , Hamburg
• Siempre Antifascista Bündnis
• solid (Hof)
• Sozialistische Alternative (SAV) Bremerhaven
• Vereinigte Linke e.V. Leipzig
• Verlag Unrast Kollektiv Münster
• www.roteboerde.de – Webportal aus dem Kreis Soest, Kreis Soest
• Zittauer Arbeitskreis für soziale Gerechtigkeit
Wir, die Revolutionäre Alternative Reutlingen, haben uns zusammengeschlossen, weil wir mit der Ausbeutung der mehrheit der Menschen durch eine minderheit von Menschen im Kapitalismus nicht einverstanden sind.
Aber wie bietet der Kapitalismus Raum für eine Ausbeutung von Menschen?
Der Kapitalismus schafft Reichtum, natürlich, aber er schafft auch Armut, er teilt die Menschen in soziale Klassen ein, ganz unten die Arbeiterklasse. Auf ihr lastet das Gewicht der sozial besser gestellten Menschen. Im Kapitalismus arbeitet die Arbeiterklasse nicht für sich selbst oder das Gemeinwohl, sondern für ihren Arbeitgeber. Sie arbeitet für den Reichtum eines Menschen, oder einer kleinen Gruppe von Menschen und bekommt als sogenannten „Lohn“ dann einen Bruchteil des von ihnen erwirtschafteten Reichtums wieder ab. So beginnt sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter zu öffnen. Bis wir im „heute“ angelangt sind, in einer Zeit in der Obdachlose auf der Straße leben müssen, obwohl tausende Häuser leerstehen. In einer Zeit in der Bettler aus Stadtvierteln vertrieben werden, weil ihr Anblick die Kundschaft stört. Eben in einer kapitalistischen Gesellschaft.
Der Kapitalismus und der damit verbundene Staat, welcher das Machtmonopol aufrecht erhält, zwingt uns in diesem System mitzuwirken, denn wer nicht Arbeitet bekommt noch weniger oder gar nichts. Dieses Machtmonopol zwängt uns in diesem Ausbeutungssystem so ein, dass es fast unmöglich ist selbst alternative Ideen zu starten oder alternativ zu Leben. Es unterdrückt den Wunsch nach Selbstverwaltung, was die einzig menschenwürdige Form eines gesellschaftlichen Systems ist, indem es keine Unterdrückung, keine Hirarchien, keine Ausbeutung und keine gewaltsame Aufrechterhaltung dieses Unterdrückungsmechanismus gibt.
Wir als revolutionäre Alternative streben ein System jenseits des Kapitalismus‘ und jenseits der repräsentativen Demokratie an. Dieses System wollen wir kurz erläutern.
Vorne weg, wir wollen keinen Schritt zurück zu irgendwelchen veralteten sozialistischen Systemen oder kommunistischen Theorien machen, wir wollen den Kapitalismus und den damit verbundenen Ausbeutungsmechanismus überwinden.
Wir streben eine Welt an, in der jeder Mensch, sich unabhängig von staatlichen, kapitalistischen oder gesellschaftlichen Zwängen entfalten kann.
Dieses System, kann mensch, unserer Meinung nach, nicht in einem Staat und nicht im Kapitalismus erreichen. Dazu benötigt es dem Anarchokommunismus in anlehnung an das System im Freistaat Christiania.
Wir streben einen Zusammenschluss der Menschen zu anarchokommunistischen Kommunen mit maximal 2000 Mitgliedern an. In diesen Kommunen gibt es grundsätzlich nur 2 Gesetze:
- Mensch darf tun, was er will, solange er Niemand in seinem Tun stört.
- Absichtliche Gewalt jeglicher Art gegen Mensch und Tier ist untersagt.
In Christiania gibt es auch noch ein Gesetz, welches harte Drogen verbietet. Wir sind aber der Meinung, dass jede Kommune über dieses Gesetz selbst entscheiden muss. Womit wir bei dem Punkt der Entscheidungsfällung innerhalb einer Kommune angelangt sind.
Wir sind der Meinung, dass die absolute Herrschaftsfreiheit nicht mit einer demokratischen Mehrheitsentscheidung gegeben ist, sondern nur in einer Vollversammlung mit einem Vetorecht für jedes einzelne Mitglied. Grundsätzlich ist aber niemand gezwungen an einer VV teilzunehmen. Die Vollversammlung hat aber dennoch nicht das Recht in das Leben eines Einzelnen einzugreifen, es sei denn, er hat gegen eines der obigen Gesetze verstoßen oder es dient dem Wohle der Allgemeinheit. Ob es dem Wohle der Allgemeinheit dient entscheidet die VV.
Im Anarchokommunismus wird im Gegensatz zum Kapitalismus nicht nach dem Kriterium des Gewinns produziert, sondern nach den Bedürfnissen der Menschen. Das führt dazu, dass ein enormer Leitsungsdruck von jedem Mensch fällt. Niemand muss mehr Angst haben, dass er seinen Job und damit seine Existenz verliert, da es 1. keine „Bosse“ mehr und 2. keinen Lohn, sondern einen Anteil an dem gesamten Produktionsgut gibt. Es gibt kein Arm und kein Reich mehr, jeder Mensch wird gleich.
Um dieses Sytem der maximalen Freiheit zu erreichen, benötigt es einer gesellschaftlichen und politischen Revolution, in der sich die Menschen ändern und die Solidarität wieder im Vordergrund steht.
Wir als Revolutionäre Alternative wollen auf dieses Ziel hinarbeiten, mit Texten, Aufklärungsarbeit, Vorträgen und einer offenen Gruppe, in der jeder mitarbeiten kann, der will.






